Ich bin ein großer Fan von Packlisten. Immer, wenn ich zumindest einige Tage wegfahre, schreibe ich eine Packliste (als ich Ende September ohne Packliste in Thailand war, habe ich die Hälfte vergessen). Ob ich aber nun auf die Liste für meinen 3-Tages-Kurztrip dieses Wochenende nach Düsseldorf schaue oder auf die Liste für meinen Halbjahres-und-vielleicht-für-viel-länger-Aufenthalt in Thailand, eines ist wirklich auffällig:

Die Aufzählung der Technik-Gadgets ist inzwischen fast genauso lang wie jene für Kleidung, Schuhe und Kosmetik & Co.

 

Also möchte ich euch heute mal darüber berichten, was ich so alles an Technik mit mir rumschleppe. Dabei erinnere ich mich an die „unkomplizierten Zeiten“, in denen ich nur ein kleines Handy hatte, dessen Akku 10 Tage lang hielt, und eine Pocket-Kamera. Genau genommen bin ich ja harmlos, weil ich mich beharrlich weigere, mich in die Tiefen der Spiegelreflex-Fotografie oder zumindest der Systemkamera-Fotografie einzuarbeiten… (das schwarze Schaf in einer Familie voller Fotografen).

 

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Technik auf Reisen

Smartphone & Kamera: mein Huawei P20 Pro

Mitte Oktober musste mein bereits sehr gutes Kamera-Smartphone ZTE Axon 7 einem nagelneuen Huawei P20 Pro* weichen. Und ich gebe zu: Ich bin Hals über Kopf verliebt in dieses tolle Gerät. Es hat ein riesiges Display, ist schnell und macht alles super,  wie das ZTE, aber die Fotos! OMG! Die werden einfach sensationell! Während des Venedig-Trips konnte ich gar nicht genug kriegen vom Fotografieren! Freihand-Fotos in der Nacht mit 5 Sekunden Belichtungszeit ohne Verwackeln? Kein Thema. Tolle Tiefen-Unschärfe-Bilder dank der Blendeneinstellungen? Einwandfrei. Spezial-Funktionen wie Lichtmalerei und „seidiges Wasser“ – geht SO gut, einfach genial.

Das Huawei P20 Pro hat mit Stand Oktober 2018 die beste Smartphone-Kamera am Markt.“

Triple-Objektiv von Leica olé. Auf der Hauptkamera 40 MP, auf der Frontkamera 24 MP.

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An euch Android-Fans da draußen: Es ist einfach geil. Mehr kann man eigentlich nicht dazu sagen.

Übrigens habe ich inzwischen gelernt: Es heißt „Juuh-Weeih“.

Wien Donaukanal bei Nacht, beleuchtete Brücken, 1. Bezirk, Huawei P20 Pro. Wanderhunger
Foto vom nächtlichen Wiener Donaukanal, fotografiert mit dem Huawei P20 pro und der Funktion „Silky Water“

Kamera-Gadget: Stativ

Schnell vor dem Venedig-Trip musste für das neue Smartphone noch ein Stativ her. Trotz Amazon Prime Schnellversand hat das meine Auswahlmöglichkeiten etwas eingeschränkt. Ja, ich hätte natürlich auch von daheim ein Profi-Stativ verwenden können. Aber auch die leichten wiegen gleich mal 2 Kilo und stehen aus meinem kleinen Gymbag hinten raus. Und jetzt scheue ich schon eine „echte“ Kamera wegen dem Herumschleppen, also musste auch das Stativ klein und handlich sein.

Entschieden habe ich mich für das Fotopro Handy-Stativ* mit flexiblen Beinen. Es ist wirklich leicht (300 g), und die biegsamen Beine sind megapraktisch, da man sie super an schiefe Flächen anpassen oder um Geländer wickeln kann. Auch das wieder-Ausbiegen klappt sehr gut. Die Smartphone-Halterung hält bombenfest. Und der Preis ist ein echtes Kaufargument.

Kleiner Nachteil: Ohne ausziehbare Beine krebst man recht viel am Boden rum. Das wiederum birgt die Gefahr des sogenannten Fotografen-Dekolletés. Kleiner Trost: Um den Preis eines halbnackten Hinterns kommt man zu richtig guten Bildern.

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Kamera-Gadget: Lensball

Mein neuestes Spielzeug ist eigentlich keine Technik und hat in Prä-Instagram-Zeiten einfach „Kristallkugel“ geheißen. Man kann mit einem Lensball wirklich geniale Fotos machen (siehe auch auf Instagram: #lensballphotography), und sie kostet in Fotoqualität (keine Einschlüsse) gar nicht viel. LEIDER ist das aber eine massive Glaskugel. Und das bedeutet: Die Auswirkungen auf das Gewicht des Fluggepäcks sind enorm. Ich sehe mich schon aufzahlen im Flieger nach Thailand…

Ich habe mir gleich einen Lensball* bestellt, allerdings wieder zurückgegeben. Denn: Es stellt sich heraus, dass sich im Besitz meiner Mutter tatsächlich eine lupenreine Kristallkugel befindet. Über die Gründe dafür gehe ich jetzt aber nicht ein… 😉

Sonnenaufgang fotografiert durch einen Lensball/Kristallkugel mit einem Huawei P20 Pro. Technik auf Reisen. Wanderhunger

Laptop: Must-Have auf langen Reisen

Mein zum Glück sehr leichter HP-Laptop kommt auf kurze Reisen nicht mit. Aber in Thailand brauche ich ihn unbedingt, vom E-Mail schreiben über meinen Blog bis hin zu meinem (SPOILER!) kommenden Podcast. Es geht einfach nicht ohne Computer. Welches Modell er genau ist, ist dabei echt uninteressant, er ist nämlich wirklich gar nichts besonderes, und ohne nachträgliches Upgrade war er unbrauchbar lahm. Aber mitkommen muss er, er addiert nicht nur Gewicht, sondern auch Volumen zu meinem Gepäck, und das schlimmste ist eigentlich das Ladegerät. Das wiegt mehr als der Laptop selbst.

Technik auf Reisen: der Laptop muss mit. Wanderhunger

Laptop-Gadget: Maus

Ok ihr Lieben, sorry, es ist wirklich nicht sehr spannend, dass ich eine Maus mit auf Reisen nehme, damit ich sie für meinen Laptop verwenden kann. Aber sie zählt nun mal auch zur Technik-Schlepp-Liste, also muss sie drauf. Das Foto erspare ich euch, ihr könnt es euch vorstellen.

 

Laptop-Gadget: Mikrofon

Ein Mikrofon ist das Must-Have für meine kommende Blog-Erweiterung, meinen Podcast. Ankündigungen zum Podcast folgen natürlich rechtzeitig!

Nachdem ich mich ewig eingelesen habe in das Podcast-Thema, auch in die Mikrofone, wollte ich trotzdem für meine ersten Podcast-Gehversuche nicht soviel Geld dafür ausgeben. Mein Versuch, ein wirklich ultrabilliges Mikro zu bestellen, war ein Griff ins Klo, es war mehr Rauschen auf der Aufnahme als Stimme. Das 1byone USB Mikrofon* dagegen hat nicht nur einen echt guten Preis, sondern auch eine 1A-Klangqualität. Zumindest für meine bescheidenen Zwecke. Dass ich mich selbst trotzdem nur schwer hören kann auf einer Aufnahme, ist hingegen ein anderes Thema…

Mein ibyone USB Mikrofon für den Podcast Auswanderhunger von Wanderhunger Reiseblog Travelblog.

eBook-Reader: bis zu 6.000 Bücher immer dabei

Wer meinen Blogpost über’s Ausräumen gelesen hat, weiß: Mich von meinen Büchern zu trennen (oder zumindest vom Großteil davon) war ein harter innerlicher Kampf. Bücher sind meine Leidenschaft, seit ich ein kleines Kind bin, und auch meine ständigen Begleiter. Ich habe mich viele Jahre standhaft geweigert, einen eBook-Reader zu kaufen und zu benutzen. Wie kann so ein kleines Computer-Teil auch das wunderbare Papier ersetzen? Das Umblättern? Den zerlesenen Charme von Büchern, die ich wieder und wieder gelesen habe?

Die einfache Antwort: Es geht nicht. Ein eBook-Reader wird ein Buch niemals adäquat ersetzen können.

Aber: Sieben Bände Highland-Saga von Diana Gabaldon, zehn Bände „Sword of Truth“ Fantasy-Epos von Terry Goodkind, drei Bände Herr der Ringe und vielleicht auch noch meine geliebte Roman-Sammlung von Rebecca Gablé mitschleppen? Tja.

Nein, die habe ich alle nicht ausgeräumt, sondern in meinem Elternhaus sorgfältig in einem Regal verstaut. Aber sie müssen einfach dabei sein, wenn ich länger weg bin, damit ich sie zum hundertsten Mal lesen kann (Stand Herr der Ringe: 7x auf Deutsch, 5x auf Englisch).

Also habe ich mir widerstrebend einen Tolino Shine Vision 4 HD zugelegt. Und inzwischen habe ich ihn auch lieben gelernt. Natürlich wird er Papier niemals ersetzen können. Aber 175 g vs. kiloweise Bücher ist einfach ein unschlagbares Reise-Argument.

Übrigens steckt mein Tolino in einer richtig hübschen Flamingo-Hülle*, die sehr günstig, robust und in vielen Mustern und Farben erhältlich ist.

Tolino Shine e-Book Reader. Technik auf Reisen. Wanderhunger
Mein Hund Rocco fühlt sich missachtet.

Kopfhörer: Musik unterwegs

Ich gebe zu: Eine ultimative Musikhörerin bin ich nicht. Ich habe in der Arbeit nebenbei kein Radio laufen und renne auch nicht ständig mit Kopfhörern herum. Aber dann muss es einfach doch wieder sein: So ganz ohne Musik geht es nicht, und schon gar nicht, wenn man lange unterwegs ist. (Checkt doch auch mal meine Blogparade: Mein liebster Reise-Song)

Eigentlich war ich immer ein Fan von In-Ear-Kopfhörern. Vor langer Zeit hatte ich von Harman & Kardon Noise-Cancelling-In-Ear-Buds (was für ein Wort), und ich habe sie geliebt! Leider haben die Kabel irgendwann das Zeitliche gesegnet, und seitdem war ich auf der Suche nach neuen, guten In-Ear-Kopfhörern. Ich habe allerdings sehr kleine und etwas verwurschtelte Ohren (in Österreich sagen wir: verwordaggelt). Daher schmerzen mich alle In-Ears ganz schnell.

Also habe ich etwas widerwillig die Entscheidung getroffen, zu Over-Ears zu wechseln. Aber WENN schon, dann zu guten. Mit Active Noise Cancelling Funktion, damit auch im Flugzeug Ruhe herrscht. Und nach vielem Vergleichen und Testhören bei meinem Mann, dessen Dr. Dre Kopfhörer gebrochen sind und er sich stattdessen die Sony WH-1000 MX2* gekauft hat, habe ich mich ebenfalls für sie entschieden. Und sie sind genial, wenn auch sehr groß. Sie kommen in einer hochqualitativen Tasche, gleich mit Aux-Kabel und Flugzeug-Adapter. Das Aux-Kabel ist natürlich nur für’s Fliegen, ansonsten hört man mit diesen Kopfhörern über Bluetooth und damit kabellos. Die Bedienung erfolgt über Wischbewegungen am Kopfhörer. Und wenn man verstehen will, ob die Flugbegleiterin fragt was man zu Trinken haben will, oder ob sie den Passagieren gerade mitteilt, dass das Triebwerk brennt, dann hält man einfach die Hand über den rechten Hörer, und schon sind ANC (Noise Cancelling) und Musik auf Mute.

Echt coole Teile. Und nach ausgiebigem Lesen von Tests in ihrer Preisklasse immer ganz vorne mit dabei, besonders beim Sound (Vorsicht: Wer eher Jazz und Klassik als basslastige Musik hört, ist mit den vergleichbaren Kopfhörern von Bose besser bedient).

Es gibt übrigens inzwischen den Nachfolger Sony WH-1000 MX3*, der aber deutlich teurer ist, ohne die Preisdifferenz wirklich mit sensationellen Verbesserungen auszugleichen.

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Und nun bin ich schon gespannt, auf welche Technik-Gadgets ihr auf euren Reisen nicht verzichten könnt! Hinterlasst mir doch ein Kommentar, vielleicht ist auch für mich etwas Neues dabei!

2 Comments

  1. Hallo Martina,
    eine wirklich tolle und hilfreiche Aufstellung, danke!
    Das Huawei steht bei mir auch auf der Liste. Fotografierst du denn ausschließlich damit? LG Katharina

    • Martina Stasny Reply

      Hi Katharina, vielen Dank für deine Nachricht 🙂
      Ja, ich fotografiere ausschließlich mit dem P20 Pro, und ich bin echt total begeistert davon. Es macht tolle Fotos, und die Fotografierfunktionen sind wirklich genial. Mein Vater z.B., der seit fast 60 Jahren als Fotograf tätig ist, kauft es sich jetzt auch, weil er die Bilder richtig gut findet.
      Sicherlich könnte man mit einer „echten“ Kamera mehr herausholen, aber dafür bin ich schlichtweg zu faul – allein das Gewicht, die Größe und das ganze Equipment… 😉
      Liebe Grüße,
      Martina

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