Juhu, ich ziehe nach Thailand! In wenigen Monaten ist es bereits soweit. Mein Mann Michael und ich verlassen unsere Jobs in Werbeagentur und Restaurant, und ab geht’s! Ein neuer Abschnitt beginnt für uns, ein ganz anderes Leben. Auswandern nach Thailand – wir könnten im Kreis hüpfen vor Begeisterung!

Thailand – here we come!

Mal von Anfang an. Wie kam es überhaupt dazu, dass wir unsere Jobs hinwerfen und nach Thailand gehen wollen?

Meine Vorgeschichte

Ich bin begeisterte Taucherin. Aufmerksame Leser*innen haben das vielleicht schon meinem Beitrag über Gute Gründe für’s Tauchen entnommen. Angefangen hat meine „Tauchkarriere“ im Jahr 2006, als ich auf Weltreise war. Eine unserer Stationen war Fiji. Und was absolut traumhaft klingt war leider anfangs eine totale Enttäuschung. Ein heruntergekommenes Hotel ohne jeglichen Strand. Je nach Tageszeit hatten wir 200 Meter Schlammwüste oder Wellen bis zur Kaimauer. Und natürlich eine Woche im Voraus gebucht, sehr toll.

Tauchen gehen? Für mich damals eine sonderbare Idee. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass Tauchen ein interessanter Sport sein könnte. Aber die Alternative dazu war, 7 Tage lang auf Schlammwüste/braunes Wasser zu starren. Also habe ich, in Ermangelung besserer Alternativen, einem Tauchkurs zugestimmt.

Kurzum: Ich war hin und weg. Vom ersten Moment im Wasser hat mich dieser Sport mit Haut und Haaren gefangen genommen. Was für ein Erlebnis, was für eine neue Welt, die sich mir eröffnet hat!
Und diese Begeisterung hat angehalten. Von der Weltreise im Dezember 2006 heimgekehrt wollte ich nur eines: meine Tauchausbildung vollenden und Tauchlehrerin werden. Aber wie das oft so ist, kommt gerne mal das „echte“ Leben dazwischen. Ich war gerade Anfang 20, die zukünftige Karriere hat gerufen, und statt meinen Mut zusammenzunehmen und im Ausland die Tauchlehrerausbildung zu machen, habe ich in einer Werbeagentur begonnen und arbeite seither in dieser Branche.

Die Idee hat mich dennoch nie verlassen. Sie hat sich nur in den abstrakten „Was ich mache, wenn ich im Lotto gewinne“-Teil meines Hirns verschoben. Im Laufe der Jahre habe ich einfach nicht mehr darüber nachgedacht, ob ich meinen Traum verwirklichen kann. Gleichzeitig wusste ich, dass sich mein Leben verändern muss. Ich wusste nur nicht wie und in welche Richtung.

An einem Regentag in Ko Phangan

Über Weihnachten und Silvester 2017/2018 war ich mit Mann, Vater und Bruder auf der thailändischen Insel Ko Phangan auf Urlaub. Unser ungefragter Begleiter? Tropischer Regen, über Tage hinweg. Am Strand liegen, die Sonne genießen? Keine Rede davon. Und das in einer ziemlich abgelegenen Bucht an einem Mini-„Dorf“, das wir bereits am ersten Tag auswendig kannten.

Eines regnerischen Tages saß ich mit meinem Bruder und meinem Mann wieder in unserer Lieblingsstrandbar. Mein Bruder und ich führten ein Gespräch über meine berufliche Zukunft, denn ich wollte mich verändern, hatte aber einfach keinen Plan, in welche Richtung.
Und so kam das kurze Gespräch zustande, das alles ausgelöst hat:
Mein Bruder: „Was würdest du machen wollen, wenn alle Umstände rundherum unwichtig wären?“
Ich: „Tauchlehrerin werden.“
Mein Bruder: „Ihr habt keine Kinder, keine Verpflichtungen – warum machst du es nicht einfach?“

Wow, das saß. Es war der kleine Stein, der eine Lawine ausgelöst hatte. Mein Mann und ich mussten es nicht mal lange diskutieren. Schnell war klar – das machen wir! Lass uns nach Thailand gehen! Michael wollte mit seiner Gastronomieerfahrung in einem Hotel arbeiten, und ich würde die Ausbildung zur Tauchlehrerin machen.

Google Maps mit Entfernungsmessung zwischen Österreich und Thailand, Wanderhunger, Auswandern nach Thailand

Auswandern nach Thailand – unsere Pläne

Michael beginnt am 1. Oktober in einem 5-Sterne-Hotel nahe Patong Beach auf Phuket zu arbeiten. Gemeinsam geht es für uns in der letzten Septemberwoche dorthin. Allerdings fliege ich Ende September wieder nach Hause, denn meine Tauchlehrerausbildung in Patong startet erst Anfang Dezember.

Bis dahin heißt es Mietwohnung aufgeben, Möbel verkaufen, Besitztümer auf ein Minimum reduzieren. Für mich übrigens einer der besten Parts des ganzen Plans: Weg mit dem Konsumzwang!

Wir werden fix bis Ende April 2019 in Thailand bleiben. Was danach kommt? Das wissen wir noch nicht. Aber dass unsere Zukunft so offen ist, ist einer der schönsten Teile unseres gesamten Abenteuers! 🙂

Hier auf meinem Blog Wanderhunger werde ich natürlich laufend über die Vorbereitung, unsere Erlebnisse und unser Leben auf Phuket berichten.

Was haltet ihr von unseren Plänen? Wäre Auswandern nach Thailand auch etwas für euch? Ich freue mich über eure Rückmeldungen, aber auch gerne über zahlreiche Tipps zum Leben auf Phuket!

7 Comments

  1. Freu mich sooo für dich! Auch wenn dadurch in Wels ein gewisses verrücktes Glitzern fehlen wird… ich komme dich auf jeden Fall besuchen!!

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  3. Was wir drüber denken: schön für euch, schade für uns, dass ihr so weit weg seid 😉

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