Es gibt Orte, die man immer wieder besucht. Ob es die Waldlichtung um’s Eck ist, eine bestimmte Stadt, ein Land oder ein Badeplatz am See – jeder hat einige ganz spezielle Lieblingsplätze, die aus bestimmten Gründen immer wieder die Seele erfüllen.
Einer meiner Seelenorte ist der Krippenstein, ein Berg mit 2.108 m Höhe im Dachsteinmassiv auf der oberösterreichischen Seite. An seinem Fuß liegen der Ort Obertraun und der kalte, aber wunderschöne Hallstätter See.
Schon vielfach habe ich diesen tollen Berg mit den fantastischen Aussichten auf den See, auf die Berge rundum und auf den Dachsteingletscher besucht. Ob Tagesausflug zum reinen Genießen, ob Besichtigung der Dachsteinhöhle mit Wanderung von der Mittelstation auf den Gipfel oder ob gemütlicher Hüttenurlaub in der urigen Gjaid Alm: Der Krippenstein ist immer einen Ausflug wert und ist für Jung bis Alt gleichermaßen ein schönes Erlebnis.
Zufällig habe ich heuer im Internet entdeckt, dass es auf „meinen“ Berg Sonnenaufgangsfahrten gibt. Nach Voranmeldung fährt man mit einer Sonderfahrt bei völliger Dunkelheit auf den Berg bis zur Bergstation und kann dort den Sonnenaufgang in all seiner Pracht über dem herrlichen Bergpanorama genießen. Wenn das nicht echtes Seelenfutter ist!
Was man sonst noch auf dem Krippenstein erleben kann, findet ihr etwas weiter unten im Bericht nach der Sonnenaufgangs-Fotostrecke!
Sonnenaufgang am Krippenstein
In Dunkelheit und Kälte sind mein Bruder Aksel, mein Hund Rocco und ich an der Liftstation über Obertraun angekommen. Aufstehen um 3:30, Abfahrt um 4:15, Treffpunkt um 6:00 – ganz schön hart. Wie sehr es sich gelohnt hat, seht ihr auf den nachfolgenden Bildern. Eine Ansicht, die definitiv zum Nachmachen einlädt!
Aufgrund des erstaunlich großen Andrangs ist die Gondel zweimal gefahren. Weil wir den Hund dabei hatten, haben wir darauf verzichtet, uns noch in die erste Gondel zu quetschen. Leider sind wir deshalb, als wir oben angekommen sind, schon mittem „im Sonnenaufgang gelandet“, das allererste Licht haben wir also verpasst. Das hat der Schönheit zum Glück keinen Abbruch getan.
Hinter uns der Dachsteingletscher im ersten Morgenlicht.
Ab dann hieß es nur noch: Genießen, Fotografieren, und vor lauter Fotografieren nicht auf’s Schauen vergessen.
Rocco war der Star am Berg und wurde genauso viel fotografiert wie der Sonnenaufgang.
Blick hinunter auf den noch im Schatten des Berges liegenden Hallstätter See.
Nach einem gemütlichen Frühstück in der Krippenstein Lodge sind wir bei strahlendem Sonnenschein wieder abgefahren.
… und was man am Krippenstein noch erleben kann
Der Krippenstein ist ein Ausflugsberg per excellence. Spaziergänger, Wanderer und echte Bergfexe kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. Erstere besuchen die Aussichtsplattform Five Fingers und die Welterbespirale, die gemütlichen Wanderer begeben sich auf den etwa 3 Stunden langen Heilbronner Rundwanderweg, und die Berggeher machen sich auf Richtung Simonyhütte, um von dort aus den Dachstein, den höchsten Berg der Steiermark, zu erklimmen.
Ein echter Tipp ist die Gjaid Alm, zu der man über den Heilbronner Rundwanderweg kommt oder, schneller und bequemer, ganz einfach mit der 3. Teilstrecke der Gondel. Noch besser als nur ein Getränk und das gute Essen zu genießen ist, dort eine oder zwei Übernachtungen einzulegen und die urigen Zimmer, die lieben Hüttenwirte und die tolle Atmosphäre so richtig zu genießen.
Auf den folgenden Fotos waren wir am Heilbronner Rundwanderweg unterwegs, der übrigens auch für Kinder ein tolles Erlebnis und dank des gut ausgebauten Wegs ganz leicht zu erwandern ist.
Und natürlich darf ein Blick von den Five Fingers zum Beginn oder zum Abschluss auf keinen Fall fehlen!
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