Man kann von Berlin’s Optik halten, was man will, aber eines ist unbestritten: Berlin ist ein einziges großes Outdoor-Museum, wenn es um Street Art und Graffitikunst geht. Was jedem zu diesem Thema natürlich sofort einfällt, ist die East Side Gallery mit ihren großartigen Kunstwerken wie dem Friedenskuss. Tatsächlich jedoch ist die Stadt vollgesprayt mit Tags & Co, aber auch mit richtig tollen Bildern.
Street Art in Berlin – Kunstwerke auf der Straße
Alternative Berlin Tour „Street Art“
Ich habe mich in Berlin für eine Free Tour entschieden, veranstaltet von Alternative Berlin Tours. Denn die klassischen Sehenswürdigkeiten habe ich bei meinem ersten Besuch der Hauptstadt schon besichtigt, und ich hatte Lust auf mehr „Insiderwissen“ abseits der ausgetrampelten Pfade. Der Treffpunkt für die Tour ist jeden Tag um 11:00, 13:00 und 15:00 am Alexanderplatz vor Starbucks unter dem Fernsehturm. „Free“ Tour heißt jedoch nicht, das die Tour kostenlos ist – nach der Führung gibt man dem Guide natürlich Geld, kann aber selbst entscheiden, wieviel. 10 bis 15 Euro sind für die 3-stündige Runde ein Richtwert.
Unser Tourguide war Ben Smith – selbst ein Künstler und daher auch stark fokussiert auf Street Art, was mich sehr begeistert hat. Ich habe dabei richtig viel gelernt. Bis dato hatte ich zum Beispiel absolut keinen Plan, dass viele Künstler eben nicht nur mit Spraydosen unterwegs sind, sondern vielmehr „Paste Ups“ aus verschiedensten Materialien an die Wände bringen. Es gibt sogar tatsächlich Skulpturen aus Metall! Aber seht selbst!
Einige Künstler und ihre Street Art Kunstwerke
Schnurr ist bekannt für seine poppigen, knallbunten Artworks. Er hat vor einiger Zeit für „Vandalismus“ aufgrund von Spraying eine Strafe von € 20.000,– kassiert und bringt jetzt gerne positive und knallige Bilder an die Wände, um mehr Farbe und Leben in den Alltag zu bringen.

Marvin ist ein „Believer“, das heißt er glaubt an extraterrestrische intelligente Lebensformen. Seine Alienköpfe sollen uns auf die zukünftige Begegnung mit Außerirdischen vorbereiten. Oder zumindest gibt das eine gute Story. 🙂


El Bocho hat unter anderem die Charaktere „Lucy und ihre Katze“ entwickelt. Das kleine Mädchen Lucy hat eine Katze, die sie ständig malträtiert, die ihren Mordversuchen aber immer wieder entkommt.

Tejn baut aufwändige Skulpturen aus Abfall, vor allem aus Metall. Der eindeutige Vorteil? Sie sind so schwer, dass man sie nicht so einfach entfernen kann. Auf unsere Frage hin, was denn sei, wenn man theoretisch mit einem LKW käme und sie mitnimmt? Naja, dann ist sie halt weg. Das ist eben Street Art – vergänglich und kurzlebig.


Sobr hat überall in der Stadt seine Tänzer verteilt, immer dekoriert mit vielen Konfetti. Berlin war immer schon bekannt für seine Parties, Festivals, Raves und Clubbings. Es wird aber aufgrund der allgemeinen Regulierungsflut immer schwieriger, diese zu veranstalten. Deshalb lässt Sobr trotz der weniger werdenden Parties seine Tänzer überall abshaken.



1Up ist eine der großen und bekannten Crews in Berlin, weniger beliebt aber bekannt für ihre Trainpaintings. Auf YouTube findet man ihre Aktionen. Ob man das für Kunst oder für Vandalismus hält, sei dahingestellt.
Victor Ash dagegen ist ein international renommierter Artist und wird gebucht. Der „Astronaut“ hier in Kreuzberg ist von ihm.

Einfach mit offenen Augen durch Berlin spazieren
Wie schon erwähnt sind Berlins Wände überall voll mit Murals, Paste Ups und Kunstwerken aller Art. Es ist schwieriger, sie zu ignorieren als sie NICHT zu finden. Enjoy the art 🙂
An der Elsenbrücke
Die Rückseite der East Side Gallery
Im ultracoolen YAAM
Somewhere along the way
Should one of the artists drop by this page by chance: Let me know in the comments should I have gooten something wrong. I’d love to get it right 🙂
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