Einmal geblinzelt, und schon liegen 3 schöne Tage in der deutschen Hauptstadt Berlin hinter mir. Ich bin viel herumgelaufen, habe total liebe Leute vom Netzwerk der Reiseblogger Berlin kennengelernt, habe coole Sachen gesehen und vor allem habe ich auch richtig gut gegessen.

Essen ist für mich am Reisen ja generell der schönste Part. Kulinarisches Sightseeing sozusagen. Normalerweise lege ich auch viel Wert darauf, die landestypischen Speisen zu probieren. Darauf habe ich in Berlin verzichtet. Ich hoffe, jetzt niemanden zu befremden, aber naja… typisch deutsche Gerichte sind eher nicht so mein Ding. Currywurst und Haxe und so…
ABER: Berlin hat, wie ich glaube, die größte Ansammlung megacooler Lokale und Restaurants überhaupt. Ich habe viel und gut gegessen – natürlich nur, um euch einige richtig lässige Berliner Restaurants vorstellen zu können. Aus keinem anderen Grund. Ähem.

Berlin’s beste Lokale & Restaurants – meine Favoriten

Homemade

Simon-Dach-Straße 10, 10245 Berlin Friedrichshain
Mo – So 8:00 bis 20:00

Am Tag meiner Ankunft bin ich um kurz nach 7 Uhr Früh in Tegel gelandet. Das viel zu frühe Aufstehen hat seinen Tribut gefordert, und so bin ich wirklich ausgehungert in mein erstes Berliner (Frühstücks-)Lokal gegangen, in das chillige Homemade im Kiez.

Draußen einen Platz ergattern? Geht nur, wenn man an schönen Tagen früh dran ist. Ich wollte aber ohnehin nach innen, denn außen war es noch recht frisch, und neben einem gemütlichen kleinen Tisch hatte ich dort auch eine Steckdose für mein saftloses Handy.

Mein veganes Frühstück war riesig! Ein Teller randvoll mit Salat, Früchten, getrockneten Tomaten, Tomatenpesto, Tapenade und Marmelade. Dazu getoastetes Brot und ein großer Cappuccino – so stärkt man sich ideal für einen Tag in Berlin! Vom Preis-Leistungs-Verhältnis war ich wirklich positiv überrascht. Und natürlich gibt es auch Nicht-Veganes für alle, die lieber nicht nur mit Gemüse in den Tag starten!

Factory Girl

Auguststraße 29, 10119 Berlin Mitte
Mo bis So 9:00 bis 18:00

Kennt ihr das? Menschen, die gleich in der Nähe wohnen, und die man ewig nicht trifft, trifft man dann völlig unerwartet an den unmöglichsten Orten? So ging es mir mit meiner Volksschulfreundin Pam, die auf einen meiner Berlin-Instagram-Beiträge geantwortet hat, sie sei auch über’s Wochenende da. Also haben wir die tolle Chance gleich beim Schopf ergriffen um uns zum Frühstück im Factory Girl in Berlin Mitte zu treffen.

Man muss ja dazu sagen: diese ultracoolen Hipster-Lokale sind sich ja durchaus ähnlich. Einfache Holztische mit Bänken, simpel eingerichtet aber mit lässigen Accessoires ausgestattet, Lounge-Musik und Kellner*innen, an deren Coolness ich in meinem ganzen Leben nicht ranreiche. UND! Richtig gutes Essen. Leider in diesem Fall garniert mit einem Schwarm hungriger Wespen. Die nette Kellnerin hat uns zwar mit einer Schale glühendem Kaffeepulver versorgt, was ein paar Wespen vertrieben hat – dafür sind wir in Rauchschwaden mit den standhaften Wespen gesessen.

Nun, wie auch immer, es ist Sommer, da gehören Wespen eben dazu. Das Frühstück war richtig lecker! Meine Müsli-Schale mit vielen frischen Früchten war wirklich ein Hit. Den Signature Dish COCO ANJELA wollte ich danach eigentlich auch noch probieren, aber ich habe nach der großen Portion leider nichts mehr runterbekommen. Aber man soll sich ja für den nächsten Besuch schließlich immer noch etwas aufheben!

Silo

Gabriel-Max-Straße 4
10245 Berlin Friedrichshain
Mo bis Fr 08:30 – 17:00
Sa bis So 9:30 bis 18:00

Super-Hipster-Frühstücks-Lokal Nummer 3, wir sind zurück in Friendrichshain im Kiez. Hier ist am Wochenende definitiv eine Reservierung angebracht. Ohne eine solche mussten wir gute 15 bis 20 Minuten auf einen Tisch warten. Da es voll war, ging das Warten am Tisch dann auch weiter, darauf hat uns die freundliche Kellnerin aber hingewiesen. Mit Sandra von Tracks and the City und Synke von Synke Unterwegs ist die Zeit sowieso total schnell vergangen.

Die Frühstücksauswahl ist übersichtlich und sehr ansprechend, auch Veganer*innen finden hier etwas zu essen. Ich habe mich für einen herzhaften French Toast entschieden, der meiner Meinung nach gar nichts mit einem French Toast zu tun hatte, aber dank des knusprigen Sourdough Brots echt gut war.

Haferkater

Boxhagener Straße 76-78
10245 Berlin Friedrichshain
Mo bis Fr 7:00 bis 16:00
Sa bis So 08:00 bis 17:00

Freunde des originalen Porridges aufgepasst: Berlin hat einen Wallfahrtsort für euch. Der Haferkater, ein Miniaturlokal am Rande von Friedrichshain, serviert ausschließlich original schottischen Porridge (d.h. mit Wasser gekochte Haferflocken) in verschiedensten Geschmacksvarianten. Ich liebe ja Porridge, war aber skeptisch, denn ich koche ihn daheim mit Milch zwecks des Geschmacks. Der Haferkater hat mich aber eines Besseren belehrt: Es war sowas von gut. Und gesund. Und langanhaltend. Kurzum: Das ideale Frühstück für alle, die einen energiereichen Start in den Tag brauchen.

Klunkerkranich – die beste Aussicht von Berlin

Karl-Marx-Straße 66 (Neukölln Arcaden)
12043 Berlin Neukölln
Mo bis So 12:00 bis 02:00

Wenn man nicht weiß, dass sich die genialste Rooftop-Bar von Berlin in einem Einkaufszentrum am obersten Parkdeck befindet, so wie ich, dann schaut man mal ganz schön doof drein. Denn da stehe ich auf der Karl-Marx-Straße und suche ein Lokal, von dem ich nur weiß, dass es eine geniale Aussicht bietet. Da wo ich herkomme, ist das üblicherweise auf einem Hügel. Berlin hat aber keine Hügel, ich habe mich eh schon gewundert. Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich geschnallt habe, dass ich auf auf die 5. Ebene auf das Parkdeck muss und dort nochmal eine Parkebene hinaufwandere.

Und es hat sich ausgezahlt. Nicht nur ist die Aussicht tatsächlich unglaublich, sondern auch die Location und die Drinks sind ein echter Hit. Das nennt man mal einen Sundowner! Bei schönem Wetter ein echtes Muss.

Woop Woop Icecream – das coolste Eis von allen

Rosenthaler Straße 3
10119 Berlin Mitte
Mo bis Fr 12:30 bis 20:00
Sa 12:30 bis 22:00
So 12:30 bis 20:00

Auf Woop Woop habe ich mich wirklich gefreut, denn: Ich hatte einen Bericht darüber im deutschen Fernsehen gesehen. Über den Eisladen, der frische Zutaten zusammenmengt und dann alles ready-to-order in flüssigem Stickstoff frostet. Also nichts wie hin.

Zugegeben: Mein Eis war gut, aber nicht das beste auf der Welt. Die Waffel war dafür richtig lecker. UND: Wie das Eis gemacht wird, muss man einfach gesehen haben. Das sieht megacool aus! Und ich hätte mich vielleicht auch einfach für Mango-Minze entscheiden sollen… 😉

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